Der Sternenhimmel, die Milchstraße oder aber auch der Mond sind schon faszinierend. Hin und wieder habe ich versucht, Sterne zu fotografieren, war aber mit dem Ergebnis nie so recht zufrieden.

Die Planung im Vorfeld ist schon sehr wichtig und ein nicht zu unterschätzender Faktor ist die „Lichtverschmutzung“, also das Licht, welches von Städten nachts den Himmel erhellt. Es gibt nur noch sehr wenige Plätze bei uns in Deutschland, die von dieser Lichtverschmutzung nicht oder nicht so stark betroffen sind. Ein Blick auf die „Light Pollution Map“ lohnt sich deshalb auf jeden Fall.

Ich habe mich mit Jule und Carsten auf den Weg in den Harz gemacht, um Milchstraßenfotos aufzunehmen. Die Hoffnung war natürlich groß, dort etwas dunklere Orte zu finden, die von der Lichtverschmutzung nicht so stark betroffen sind.

Da ich bereits am Freitag angereist bin, hatten ich natürlich noch Zeit, etwas Anderes auf den Sensor zu bannen. Das Wetter war gut, ein paar Wölkchen am Himmel … da bietet sich dann ein Sonnenuntergang natürlich an. Einen tolle Location haben wir natürlich auch schnell gefunden: Die Teufelsmauer bei Thale. Parkplatz in unmittelbarer Nähe, der Weg kurz und einfach zu bewältigen – so mag ich das! 😉

Teufelsmauer bei Thale. Felsformation vor einem Getreidefeld

Oben angekommen, gingen dann die Kämpfe um die besten Plätze los … nein, wir haben uns gut verstanden und jeder hat dort reichlich Platz gefunden um „sein/ihr“ Foto zu schießen.

Sonnenuntergang zwischen zweiFelsen

Auch als sich die Sonne sich schon fast komplett hinter dem Horizont verkrochen hat, bot der Ort noch das eine oder andere tolle Motiv:

Holzfigur: Gesicht mit Bart, links daneben, unscharf, Teile der Teufelsmauer

Als es dann ganz dunkel wurde, haben wir den nächsten Tag geplant: Einige wollte den Sonnenaufgang fotografieren, eine Talsperre besuchen und noch die Harzquerbahn aufnehmen – für mich zu früh und zu viel Programm, denn am Abend war ja die Milchstraße unser Ziel.

Am nächsten Morgen habe ich mich dann alleine aufgemacht, um noch etwas mit meinem Makroobjektiv einzufangen. Eine kleine Route führte mich erst in ein nahegelegenes Waldstück und dann hoch auf einen kleinen Berg.

Fingerhut vor vertrockneten Ästen

Baumstümpfe und Fingerhut auf einer Wiese am Hang, im Hintergrund einige Bäume, Gewitterhimmel

Braunkolbiger Dickkopffalter

Schönerbär(Schmetterling) auf Blüte

Widderchen (Schmetterling) auf Blüte

Als Ziel für die Milchstraßenfotografie haben wir uns in der vergangenen Nacht bereits nach einigem hin und her die Wolfswarte ausgesucht: Ein kleines Felsplateau auf dem Bruchberg, der mit seinen 927 Metern Höhe der zweithöchste Berg Niedersachsens ist. Zur Wolfswarte führt ein kleiner Schotterweg, den man ganz gut entlangwandern kann. Dennoch sind hier gute Schuhe notwendig, denn einige Passagen des Weges sind schon sehr steinig.

Endlich angekommen wurden wir von Milliarden kleiner Mücken begrüßt, die sich wirklich auf uns, bzw. auf eine frische Blutmahlzeit gefreut haben. Nach Sonnenuntergang kam zum Glück etwas Wind auf und die Mücken hatten keine Lust mehr uns zu ärgern.

Die Bilder des Sonnenuntergangs an der Wolfswarte sind wirklich unter größten körperlichen Strapazen entstanden.

Sonnenuntergang an der Wolfswarte

Sonnenuntergang an der Wolfswarte

Als die Mücken dann endlich schlafen gegangen sind, konnten wir in der Dämmerung die Kameras ausrichten und einstellen. Nun hieß es nur noch abwarten, bis zum Aufgang der Milchstraße.

Felsformation im Vordergrund, Sternenhimmel mit Milchstraße

Felsformation im Vordergrund, Sternenhimmel mit Milchstraße

Um Mitternacht kamen dann allerdings einige Beschwerden auf, da doch tatsächlich ein Fotograf aus der Truppe mit eingeschalteter Stirnlampe über das Felsplateau wuselte: Carsten! Doch er hatte einen guten Grund, denn er wollte mit uns auf seinen Geburtstag anstoßen und hat tatsächlich einen sehr guten Wein dabei gehabt und nach dem Ständchen haben wir alle auf sein Wohl getrunken.

Gut gelaunt ging es noch bis ca. 1:30 Uhr weiter:

Wald im Vordergrund, Sternenhimmel mit Milchstraße

Milchstraße

Den Abstieg haben wir dann mithilfe unserer Stirnlampen alle gut gemeistert und sind gegen drei Uhr Morgens wieder am Hotel angekommen.

Danke nochmal an dich Jule, dass du den weiten Weg auf dich genommen hast und für die tolle Zeit im Harz und Danke an Carsten für den Wein und die gemeinsame Fototour.

4 thoughts on “Astrofotografie, Sonnenuntergang und einige Insekten”

  1. Das hat sich aber gelohnt!
    Die Sonnenuntergangsbilder sind richtig schön, da hast du ein gutes Plätzchen gefunden.
    Die Milchstraße ist faszinierend und deine Bilder können sich wirklich sehen lassen.
    Die Makros der Falter durfte ich ja schon bewundern 🙂 sind super.

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