Fotografieren unter tropischen Bedingungen

Gestern war ich in Steinhude in der Schmetterlingsfarm.

Alle, die etwas für Schmetterlinge, Käfer und anderen Insekten, aber auch für Spinnen übrig haben, sei dieses Schmetterlingshaus ans Herz gelegt.

Zunächst geht man durch eine Art Ausstellung in der eine ganze Reihe Präparate gezeigt werden, viele Schmetterlinge, riesige Käfer, Heuschrecken und Zikaden in allen Formen und Farben. An einer Reihe von Terrarien mit allerlei lebenden Exemplaren vorbei, gelangt man dann zu der eigentlichen Hauptattraktion: dem Schmetterlingshaus. 28 °C und einer Luftfeuchtigkeit jenseits der 95 % lassen einen ganz schnell schwitzen. Dies ungewöhnliche Klima ist aber schnell vergessen, denn in dem Raum fliegen jede Menge bunte und zum Teil sehr große Schmetterlinge umher – einfach faszinierend.

Natürlich hatte ich meine Kamera dabei und wollte ein paar Fotos machen. Doch wer schon einmal unter solchen Bedingungen fotografieren wollte, kennt sicherlich das Problem: Das Objektiv beschlägt – und zwar so stark, dass man selbst mit einem Reinigungstuch die niedergeschlagene Feuchtigkeit kaum entfernen kann. Zwar gab es einen Lüfter, der extra zum “Entfeuchten” der Objektive im Eingangsbereich angebracht war, doch dieses war leider defekt.

Nach ungefähr 10-15 Minuten hat sich das Material aber soweit aufgewärmt, dass ich ca. zwei bis drei Sekunden “freie Sicht” hatte. Die Fotos hatten dennoch alle einen leichten Nebel, den ich aber mehr oder minder gut mit Lightroom entfernen konnte.

Gerne wäre ich noch länger in diesem Raum geblieben und hätte noch mehr Fotos gemacht oder gewartet, bis mein Objektiv sich vollends akklimatisiert hätte, aber ich war nach ca. 20 Minuten ziemlich nassgeschwitzt und musste auch aus Kreislaufgründen dann wieder ins Kühle.

Wer aber mal in der Nähe sein sollte, dem kann ich die Schmetterlingsfarm nur empfehlen – es lohnt sich!

 

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