Als Nordbremer kennt man die Bremer Wollkämmerei, egal ob jemand aus der Familie oder man selbst dort gearbeitet hat. Das große Gelände in Blumenthal, die typischen roten Backsteingebäude und, ja, der Geruch, wenn wieder einmal Wolle gewaschen wurde … Einer der größten Arbeitgeber in Bremen-Nord hat den Stadtteil über Jahrzehnte beeinflusst. Aber auch die vielen Menschen, die hier seit Beginn des 19. Jahrhunderts gearbeitet, gelebt und gewohnt haben, haben Blumenthal geprägt. Am 27. Februar 2009 wurde die Verarbeitung von Rohwolle in Blumenthal eingestellt – nach 125 Jahren! Von vielen Gebäuden sind nur noch Ruinen, einige sind schon ganz verschwunden, andere sind erhalten geblieben und dienen Firmen als Büros oder Produktions- und Werkstätten. Viele Ideen, was mit dem Gelände und den Gebäuden geschehen sollte, wurden geboren, wieder verworfen oder nur teilweise umgesetzt – typisch Bremen. Einen guten Überblick gibt ein Artikel aus dem Weser-Kurier.

Es war mir ein großes Bedürfnis, einige der verbliebenen Gebäude zu fotografieren und für mein persönliches Erinnerungsalbum festzuhalten. Ich habe mich bewusst dafür entschieden, die Bilder nur in schwarz-weiß zu zeigen.

Werkseingang an der Landrad-Christians-Str.

 

Blick zur Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Bremen-Blumenthal

 

Gebäude der kaufmännischen Verwaltung der BWK

 

Fenster der technischen Verwaltung

 

Blick zum Kammzuglager

 

Kammzuglager

 

Krempelhochhaus

 

Blick durch ein defektes Fenster in das Krempelhochhaus

 

Kellergeschoss des Krempelhochhauses

 

Wasserturm

 

Dampfspeicherlok

 

Blick ins Innere der Fliegerhalle

 

 

Das ganze Gelände ist im Umbruch und wer den maroden Charme der Fabrikruine noch erleben möchte, sollte der Kämmerei bald einen Besuch abstatten.

Euer Moorknipser Matthias

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

error: Inhalt ist geschützt!!